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18.08.2021 - 17.10.2021 (Bernau im Schwarzwald)

Ausstellung Frau Ulrike Ottinger - Hans-Thoma-Preisträgerin 2021
Mit dem diesjährigen Hans-Thoma-Preis würdigt das Land Baden-Württemberg das anerkannte Lebenswerk von Kunstschaffenden, die im Südwesten geboren wurden oder hier den Schwerpunkt ihrer Arbeit haben.
In diesem Jahr gratulieren wir dafür Frau Ulrike Ottinger.

Bernau / Innerlehen
Das Land Baden-Württemberg würdigt das Lebenswerk der Filmemacherin, Fotografin und Malerin Ulrike Ottinger mit dem Hans-Thoma-Preis 2021. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ist die bedeutendste Auszeichnung, die das Land im Bereich der Bildenden Kunst vergibt. Er ist traditionell verbunden mit einer Einzelausstellung im Hans-Thoma-Museum in Bernau im Schwarzwald.
„Ulrike Ottinger ist eine der aktuell einflussreichsten Künstlerinnen aus Baden-Württemberg“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Mittwoch (3. März) in Stuttgart. „Der Reichtum ihres künstlerischen Wirkens ist geradezu unerschöpflich.“
„Ulrike Ottinger ist eine Persönlichkeit, die in ganz verschiedenen Kunstgenres Werke von internationaler Gültigkeit geschaffen hat: in der Filmkunst, der Fotografie und auch in der Malerei“, sagte Petra Olschowski. „In Zeiten, in denen die Kunst vor allem von männlichen Protagonisten geprägt war, gelang es ihr gegen alle Konventionen einen sehr eigenständigen und bildstarken Stil zu entwickeln, der bis heute aktuell und für viele Künstlerinnen und Künstler inspirierend ist. Ich freue mich sehr, dass unser wichtigster Preis für bildende Kunst dieser Ausnahmekünstlerin für ihr Lebenswerk verliehen wird.“
Die Jury spricht den Hans-Thoma-Preis 2021 einer Künstlerin zu, „die sich seit Beginn ihres künstlerischen Schaffens gegen die dominanten Bildkulturen und filmischen Konventionen ihrer Zeit wandte. Ulrike Ottinger entwickelte einen unverwechselbaren visuellen Stil, der sich durch eine extravagante und überbordende Bildsprache auszeichnet. In ihrer Kunst verlässt sie gewohnte Erzählstrukturen und ersetzt sie durch komplexe Meditationen über Geschlecht, sexuelle Identität und Macht.“

Pop-Art Malerin, Film-Avantgardistin, Bühnenkünstlerin und Fotografin
Ulrike Ottinger, geboren 1942 in Konstanz, eröffnete Anfang der 1960er Jahre ihr Atelier in Paris, wo sie sich als Malerin zu einer der bedeutendsten Repräsentantinnen der Pop-Art in Europa entwickelte. Ende der 1960er Jahre widmete sie sich vermehrt dem Filmen, schrieb Drehbücher und etablierte sich schließlich ab den 1970er Jahren mit ihren experimentellen Film-Dokumentationen und Spielfilmen in der internationalen Filmszene. Ulrike Ottinger ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. 2011 wurde ihr künstlerisches Gesamtwerk mit dem Hannah-Höch-Preis der Stadt Berlin gewürdigt. Seit 2019 ist sie Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die jährlich die Academy Awards (»Oscars«) verleiht. Sie lebt in Allensbach am Bodensee.
Ulrike Ottingers Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik. Ihre Werke sind Teil der wichtigsten internationalen Filmfestivals und wurden vielfach in Retrospektiven gewürdigt, zum Beispiel im New Yorker Museum of Modern Art, in der Pariser Cinémathèque française, dem Centre Pompidou, der Biennale di Venezia und jüngst im Louvre in Paris. 2020 erhielt sie die Berlinale Kamera im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele.
Ulrike Ottinger arbeitet auch als Regisseurin und Bühnenbildnerin für Theater und Oper. Sie inszenierte unter anderem „Clara S.“ an den Staatstheatern Stutt-gart (1983) oder „Das Lebewohl“ am Berliner Ensemble (2000). Darüber hinaus widmet sie sich seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn der Fotografie und setzt mit ihren Bildern, die meist im Vorfeld oder parallel zu den Filmarbeiten entstehen, eigene visuelle Akzente. Ihre Arbeiten waren bspw. auf der Biennale di Venezia, der Documenta 11, der Berlin Biennale sowie im Witte de With – Center for Contemporary Art Rotterdam, dem Museo Nacional Reina Sofia in Madrid, den Kunst-Werken Berlin und im NTU Center for Contemporary Art in Singapur zu sehen.

Ort: Hans-Thoma-Kunstmuseum
Anmeldung und Infos: ggf. Corona-Verordnungen beachten.


03.10.2021 (Schwarzwaldregion Belchen)

Biosphärentag in Schönau im Schwarzwald
"Mitmachen, Erleben und Genießen" lautet das Motto beim ersten gemeinsamen Biosphären-Tag in der Merhzweckhalle in Schönau im Schwarzwald. Mehr als 30 Ausstellende aus der Region bieten ihre Produkten und Mitmachaktionen insbesondere auch für Familien mit Kindern an. Der Biophären-Tag findet aufgrund der Pandemie in kleinerem Rahmen als das ursprünglich geplante Biophörenfest unter entsprechenden Schutzvorkehrungen statt. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Bürgermeister Peter Schelshorn werden den Biospärentag um 11 Uhr gemeinsam eröffnen. Vorausgehen wird um 9.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Pfarrrkirche. Den ganzen Tag geht es um erfolgreiche Initativen des Großschutzgebiets: So werden die vier Sieger des ersten Naturgartenwettbewerbs geehrt, das Partnernetzwerk kann zwölf neue Mitglieder auf jetzt 21 verzeichnen, und die bereits ab 2. Oktober laufenden dritten Kulinarischen Hinterwälder Wochen werden vorgestellt. Das Team der Geschäftsstelle bietet eine Wildnisrallye für Famlilen und eine naturkundliche Exkursion zum Letzbergweiher an und informiert bei "ALLMENDE 2.0" über Konzepte zur Landschaftserhaltung. Drei erfolgreiche Föderprojekte aus Wieden, Todtnau-Fahl und Freiburg-Kappel sowie spannende Bildungsarbeit mit Biophären-Guides, Scouts sowie die Sommerakademie für Senioren bilden den Abschluss. Es gilt die aktuelle Coroanverordnung. Die Zugangsregeln zur gesamten Veranstaltung sehen derzeit 3 G (geimpft, genesen oder getestet) vor.
Ort: Schönau
Treffpunkt: Neue Mehrzweckhalle
Uhrzeit: ab 11:00 bis 18:00 Uhr


08.10.2021 - 10.10.2021 (Schwarzwaldregion Belchen)

Pilzworkshop in Schönau
Am Freitag startet der Pilzworkshop um 19.30 Uhr im Bürgersaal (Feuerwehrgerätehaus) in der Bifangstraße 1. Es folgt eine ausführliche Einführung in die Pilzkunde mit Herrn Harald Obenauer. Samstag und Sonntag ist jeweils um 11 Uhr eine Pilzexkursion. Dauer am Samstag und Sonntag jeweils 3 - 4 Stunden; Kosten: 45 EURO.
Am Samstag kann optional ein Kochkurs hinzugebucht werden, bei dem die am Samstag gesammelten Pilze verkocht werden. Kosten: 30 EURO.
Anmeldung und Treffpunkt bei der Tourist-Information Schönau, Neustadtstr. 1, Telefon 07673 918130
Ort: Schönau
Treffpunkt: Tourist-Information, Neustadtstr. 1
Uhrzeit: ab 19:30 Uhr